Die wichtigsten Änderungen

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Zwischen 1945 und 1981 wurde von den 5115 Einzelteilen nach über 80 000 Änderungen übrigens nur ein Stück nicht verändert - der vordere Blechfalz, an dem die Fronthaube einrastet. In der folgenden Übersicht sind einige davon aufgelistet.

Juli 1949 Das Export-Modell wird eingeführt u.A. mit verchromten Stoßstangen, Radkappen, Lampenringen und Türgriffen sowie von innen zu öffnendem vorderen Deckelschloß
April 1950 Zugfreie Belüftung, der Käfer erhält ein Faltschiebedach
Januar 1951 der Käfer bekommt kurzfristig seitliche Ventilationsklappen (Rheumaklappen)
Oktober 1952 Es werden ein vollsynchronisiertes Getriebe (2. - 4. Gang) für das Cabriolet und den Export-Käfer angeboten. Einführung der vorderen Dreiecksfenster, zwei Bremsleuchten, kombiniert mit Schlußleuchten und Rückstrahlern. Der Vergaser erhält eine Beschleunigerpumpe.
10. März 1953 mit der Fahrgestellnummer 1-0454951 verläßt der erste Käfer ohne Mittelsteg im Heckfenster die Werkshallen - die erste große optische Änderung seit 1937
Januar 1954 Der VW 1200 wird eingeführt mit einem Hubraum von 1192 cm3 und einem Verdichtungsverhältnis von 6,6:1. Die Leistung wird von 25 auf 30 PS bei 3400 Umdrehungen pro Minute gesteigert. Gleichzeitig bekommt der Motor einen Ölbadluftfilter, Zündung und Anlass-Knopf werden im Zündschloß vereint.
August 1955 Doppel-Auspuff, ein PVC-Schiebedach, neue Heckleuchten, die hinten höher angebracht sind, Einführung des schlauchlosen Reifens
August 1957 vergrößerte Windschutzscheibe und Heckfenster, neue Form der Motorhaube, Kennzeichenleuchte mit wannenförmiger Streuscheibe
August 1958 ein größerer Außenspiegel sorgt für bessere Sicht nach hinten
August 1959 Vorder- und Hinterachse wurden überarbeitet, der Käfer erhält feststehende Türgriffe mit Drucktasten
August 1960 Der seit dem Mai 1959 im Transporter eingebaute 34 PS-Motor wird in den Käfer eingebaut. Das Kompressionsverhältnis liegt bei 7:1. Mit Ausnahme der 'Standard'-Version haben alle Fahrzeuge ein vollsynchronisiertes Getriebe. Der Vergaser wird mit der berühmt-berüchtigten Startautomatik ausgerüstet, die den manuellen Choke ersetzt, der Zündverteiler erhält statt der bisherigen mechanisch-unterdruck-gesteuerten Zündzeitpunktverstellung eine rein unterdruck-gesteuerte Zündzeitpunktverstellung. Die Streuscheiben der Scheinwerfer sind jetzt asymmetrisch, der Winker wird durch den Blinker ersetzt.
August 1961 Die Seilzugbremsen im 'Standard'-Modell werden durch hydraulisch betätige Bremsen ersetzt, die Schneckenrollenlenkung und Zweikammer-Schlußleuchten werden verwendet.
August 1962 Endlich. Der Käfer bekommt ein neues Heizungssystem. Wärmetauscher sorgen erstmals für eine abgasfreie Heizung.
August 1963 Den Käfer gibt es jetzt mit Stahlkurbeldach, die 'Standard'-Version bekommt ein teilsynchronisiertes Getriebe, wobei der erste und der Rückwärtsgang noch unsynchronisiert sind.
November 1963 die vorderen Blinker werden breiter
August 1964 Ein neues Kühlsystem für den Motor wird eingeführt. Anstatt der Steuerung durch einen Drosselring wird die Luftzufuhr durch Klappen innerhalb des Gebläsekastens geregelt. Zum einen steht damit mehr Warmluft zur Verfügung, zum anderen wird der Motor dadurch schneller warm. Die Fensterflächen sind nochmals gewachsen, die Motorhaube erhält einen Druckknopf-Verschluß
August 1965 Der Hubraum wird auf 1285 cm3 erhöht. Mit einem Verdichtungsverhältnis von 7,3:1 steigt die Leistung auf 40 PS bei 4600 Umdrehungen pro Minute (VW 1300). Die 4-Lochscheiben-Räder mit flachen Radkappen lösen die alten 5-Loch-Felgen ab. Einführung der mechanischen Benzinanzeige
August 1966 Der bereits im Bus eingebaute 1500er Motor (1493 cm3 Hubraum) wird auch in den Käfer eingebaut - der 1500er ist geboren. Gleichzeitig erhält der 1500er Scheibenbremsen vorne. Die Spur wird hinten breiter, es gibt mal wieder eine neue Kennzeichenleuchte und neue Türschlösser, die Zierleisten werden schmaler.
August 1967 Der Käfer bekommt eine Zweikreisbremsanlage, die bereits im Karmann Ghia verbaut wird, gleichzeitig werden der Hinterachsstabilisator und die Frischbelüftung durch Schlitze in der Kofferraumhaube eingeführt. Alle Sitze haben eine Dreipunkt-Befestigung für Sicherheitsgurte. Der Kraftstoff-Einfüllstutzen wandert nach außen. Den Käfer gibt es jetzt auch mit 12 Volt.
August 1968 Die Tankklappe des Einfüllstutzens wird geändert
August 1969 Der Käfer erhält neue Felgen
August 1970 Vorstellung des 1302 mit größerem Kofferraum, verändertem Vorderwagen und Federbeinen vorn sowie 50 PS
August 1971 Verbesserte Entlüftung, zusätzliche Schlitze im Motordeckel
August 1972 Vorstellung des VW 1303 mit Panoramascheibe und Elefantenfüßen
August 1974 Die Blinker sind von den Kotflügeln in die vordere Stoßstange gewandert

Quellen

  • V.A.G Handbuch KÄFER
  • Volkswagen Beetle 1954 - 67 Autobook, Kenneth Ball
  • Motor-Klassik Spezial No 5, 1989
  • Markt, Heft 8, August 1989 - Lief und lief und lief ...

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